berlinboxx mit Andre Sturm, CEO Jackson Mobile

Neue Plattform für mobiles Direktmarketing

Andre Sturm ist Gründer und CEO von Jackson Mobile. Das Berliner Unternehmen hat den völlig neuartigen Kommunikationsdienst JayMob entwickelt. BERLINboxx hat sich die Innovation erklären lassen.

Herr Sturm, was ist JayMob?

JayMob ist eine Plattform für erfolgreiches Direktmarketing. Dabei erstellen unsere Kunden auf JayMob ihre eigene mobile Webseite. Die Adresse kann dann als Link per SMS oder Mail versandt oder aber vom Endverbraucher per Rufnummer oder QR-Code abgerufen werden. Eine herausgehobene Bedeutung kommt dem SMS-Versand zu, denn die meisten Menschen sind am besten über das Handy zu erreichen. Das SMS-Verfahren gewährleistet, dass jede Nachricht beim Endverbraucher ankommt.

Sie bezeichnen JayMob als Revolution im mobilen Marketing und Verkauf. Warum?

Unser produkt verknüpft „content“ und „messaging“. Es sendet individuelle Einladungen an den Nutzer. Als zweites bietet JayMob eine Kombination von Push- und Pull-Marketing und eröffnet damit neue Wege in der Vertriebsförderung. Drittes verbessert sich allein durch das Aufrufen eines JayMob-Links auch die Position der Kundenwebsite im Ranking von Suchmaschinen.

Was unterscheidet JayMob von herkömmlichen E-Mail-Newslettern oder den auf „I-Beacon“basierenden Diensten?

Herkömmliche E-Mail-Newsletter weisen enorme Streuverluste auf. Die meisten werden noch nicht einmal geöffnet. Bei JayMob ist das anders: Zum einen durch den SMS-Standard, aber auch durch die hohen Conversation Rates ab 15 Prozent aufwärts – also die Umwandlung von Interessenten in Kunden. Von I-Beacon-Diensten unterscheidet uns, dass der Endverbraucher nur das bekommt, was er haben will und wofür er sein Einverständnis gegeben hat. Das man eine Einkaufsstraße entlang läuft und alle drei meter von einem Shop angepingt wird, gibt es bei uns nicht, denn das ist nervig und verbraucht unkontrolliert Datenvolumen. Des Weiteren ist unsere Plattform die erste am Markt, welche die mobile, die stationäre Online- und Offline-Welt miteinander verknüpft. So kann beispielsweise eine Zeitung, die ein Produkt empfiehlt, damit bisher kein geld verdienen. Setzt sie aber einen QR-Code neben den Artikel, so kann der Leser mehr Informationen beziehen. Sollte er das Produkt dann direkt kaufen, bekäme die Zeitung eine Provision für die Kundenvermittlung. Ähnlich verhält es sich auch bei konventioneller Werbung.

Im Hinblick auf die Abhörskandale im letzten Jahr wird dem Thema Sicherheit und Datenschutz ein immer höheres Gewicht beigemessen. Wie steht es damit bei Ihnen?

Das Thema nimmt bei uns einen sehr hohen Stellenwert ein. Das war auch einer der Gründe, warum wir uns auf ein SMS-Verfahren verständigt haben, denn SMS können nicht so leicht gehackt werden wie etwa Mails. Daher nutzen auch Banken das SMS-Tan-Verfahren. Auch gibt es bei uns die Möglichkeit mit nur einem Knopfdruck alle bestehenden Daten aus dem System zu löschen. Als Dienstleister für die T-Systems, eine Tochter der Deutsche Telekom, sind wir an viele Richtlinien über das gesetzliche Maß hinaus gebunden, welche wir mit Herz und Seele erfüllen.

Wo genau sehen Sie die Anwendungsbereiche von JayMob?

Sie sind sehr vielfältig, wie unsere Kunden von T-Systems bis Lieferheld belegen. Vom direkten Vertrieb über JayMob, über Restplätzevermarktung etwa für Bahn oder Airlines, reine Auskunfts- und Nachrichtensysteme bis hin zum Nutzen von Kalenderfunktionen und Terminplanern ist alles möglich. Auch das Durchführen von Werbekampagnen, von Kundenbefragungen oder das Verschicken von Gutscheinen können über JayMob laufen. Denkbar ist auch, das Unternehmen über JayMob ihrer Mindestlohndokumentationspflicht nachkommen oder eine Plattform für mobile Learning einrichten. Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt und die Entwicklung läuft weiter.